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Quo Vadis Carnuntum - Gruppenreise zu Austrias verstecktem Weinland

by in Kürzlich bereist
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Kennen Sie das Carnuntum?

Dieses kleine Anbaugebiet von ca .1000 Hektar zwischen Wien und Bratislava, in einer guten halben Stunde ab Flughafen Wien erreichbar, gilt als Heimat des Zweigelt, dier hier unter der regionalen Qualitätsinitiative der "Rubin-Weingüter" gepflegt wird. Diese Vereinigung von Winzern hat sich dem Zweigelt verschrieben, weshalb die Mindeststandards für einen Rubin abgesehen von Selektion und Qualität in der Begrenzung auf eben diese Rebsorte liegen.

Die junge Winzergeneration hat das große Potential der Rotweine dieses Gebiets neu entdeckt. Während das Mikroklima im Raum Leithagebirge und Arbesthaler Hügelland die Sorte Zweigelt begünstigt, hat der Blaufränkisch vor allem am Spitzerberg bei Hainburg seine Heimat.

Schon die Römer haben mit eindrucksvollen Spuren eines großen Heerlagers und angrenzender Stadt bei Petronell die günstige Lage an der Donau genutzt, und offenbar auch das Potenzial für tolle Weine erkannt. Mit einer kleinen Gruppe aus Nordhessen war ich also im Carnuntum unterwegs auf den Spuren der Römer und vor allem der Rotweine des Carnuntum.

Auch die Weißweine des Weinbaugebiets sind erwähnenswert, zeichnen sich durch Frische und elegante Fruchtigkeit aus. Am besten
kommen diese Vorzüge in einem Jungwein zur Geltung. Daher keltern seit 1988 mehr als 50 Winzer einen Primeur, den Primus Carnuntum. Der Primus Carnuntum ist ein Kabinettwein aus der Sorte Grüner Veltliner. Durch die entsprechende Reife bewahrt er seine Qualität über den nächsten Jahrgang hinaus.

Standort unserer Reise ist Hainburg, alte Festungsstadt an der Donau wenige Flußmeilen von der slowakischen Grenze entfernt; genauso kurz die Entfernung nach Petronell westlich Hainburgs - hier waren die Römer zuhause, und so war der Archäologische Park gesetzt als erste Station unserer Reise, mit Besichtigung zahlreicher römischer Fundstätten und vieler nachgebauter Häuser, Villen und auch Thermen. Ein kulinarischer Römer-Lunch durfte natürlich nicht fehlen.

Bei zunächst schlechtem Wetter entschlossen wir uns, einen weiteren kulturellen Programmteil vorzuziehen und besichtigten das Schloss Eckartsau, letzte Residenz des österreichischen Kaisers Karl I. vor seiner Abdankung in 1918. Dann aber wurde es Zeit für einen Besuch beim Vorsitzenden der Rubin-Weingüter, Winzer Robert Payr, mit ausführlicher und sehr lustiger Verkostung!

Am nächsten Tag ging es munter weiter mit weiteren Top-Winzern. Wir waren bei Martin Netzl in Göttlesbrunn, zu einer wiederum sehr munteren Führung und Verkostung. Anschließend ging es zum Lunch beim Winzer Jahner, wo wir Rahmen eines Events uns vor der Probe stärken konnten, um dann einige besondere Weine wie den "Wild Wall" zu verkosten -  sehr intensive, dichte Tropfen, die sehr viel Spaß und dem Carnuntum alle Ehre machen!

Doch damit nicht genug: Zurück nach Göttlesbrunn und auf zur Riedenwanderung bei Gottschuly-Grassl !  Mit Winzer Josef Gottschuly geht es hinauf zu den alten Weinberghäusern, in denen teilweise Schaukeller bzw. Verkostungsräume unterbracht sind, und auf dem Weinwanderweg weiter durch einen Rebgarten mit den verschiedensten Sorten, sehr gut erklärt!  Im Weingut geht es dann zum degustativen Teil, bei dem uns auch Jungwinzerin Viktoria Gottschuly begleitet mit Ihrem weissen "Viktoria First" -  eine interessante Cuvée aus Gelbem Muskateller, Welschriesling und Riesling!

Am letzten Tag macht auch das Wetter immer mehr mit bei unserem kleinen Donau-Ausflug ins slowakische Devin (Theben) mit seiner alten Burg und herrlicher Aussicht über die Donau-Auen. Von hier sind es nur 15 Minuten mit dem Bus nach Bratislava, wo wir uns Burg und vor allem Altstadt anschauen. Sehr sehenswert, auch wenn ein paar Stunden uns ausreichen. Das passt, denn wir wollen ja noch zum Spitzerberg ins Zentrum der Blaufränkisch-Lagen des Carnuntum!  Nach 20 Minuten sind wir beteits da und werden im Weinberg von Winzer Thomas Perger begrüßt. Hier, zwischen Pergers Blaufränkisch und den Syrah-Trauben von "Nachbarin" Dorli Muhr, die auch noch kurz nach ihren Reben schaut, geben wir uns den Spitzerberg-Weinen hin, vom Veltliner über Zweigelt bis zum Spitzerberg Blaufränkisch "Imperator Rex".

Den perfekten Ausklang unserer Reise bildet die abendliche Einkehr in Pergers Heurigen-Stube in Bad Deutsch-Altenburg, wo wir neben leckeren heimischen Gerichten zum Abschluss den hauseigenen Tresterbrand genießen.

Am nächsten Tag habe ich vor den abendlichen Rückflug noch Zeit und erklimme die Festungsruine von Hainburg, werde dafür mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt über die Donauauen, nach Schloss Hof, zu den Hainburger Bergen und dahinter auch Bratislava gut erkennbar mit seiner Burg. Selbst Wien ist in der Distanz erkennbar, bei bestem Wetter.

Das Carnuntum ist also ein sehr lohnendes Ziel, wenn auch noch relativ unbekannt wie auch seine Weine. Demnächst auch bei uns im Programm - Bilder dieser Toru wie immer auf unserer Facebook-Seite!

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Guest Wednesday, 19 September 2018