The VinTour website uses cookies and other online technologies to help us improve our website and for a variety of reasons, which you can learn about by reading our newly updated Privacy Policy. To use this website, please agree to these policies.

Landestypische Rebsorten Europas - in Berlin verkostet

by in Kürzlich verkostet
  • Font size: Larger Smaller
  • Hits: 1968
  • 0 Comments
  • Subscribe to this entry
1968

Bildschirmfoto-2014-09-25-um-10.29.29_20140925-115911_1.jpg

Regional - und authentisch - das ist das Motto der Verkostungsreihe Europäischer Rebsorten, zu der wir in Berlin dabei waren. Oft ist "regional und authentisch" gleichzusetzen mit "autochthon", also mit Rebsorten, die seit jeher in einer bestimmten Region beheimated sind. Während vieler dieser Rebsorten heute längst in Übersee ein mindestens ebenbürtiges Image haben, so sind andere entweder noch kaum bekannt - man denke an die vielen griechischen Sorten - oder haben in fernen Ländern wie Südamerika oder Australien eine neue Heimat bekommen.

So stellten die 20 Winzer aus Frankreich, Spanien und Griechenland Rebsorten ebenso klassische Vertreter vor wie regionale Besonderheiten. Wir haben fleissig probiert und möchten eine kleine Auwahl vorstellen.

Frankreich:
Es gab reichlich Sauvignon Blanc, von der Loire bis nach Bordeaux, und auch aus dem Südwesten, dazu sortenreine Chardonnay-Champagner. Nachdem wir kürzlich reichlich Bordeaux-Weine degustiert hatten, viel die Wahl diesmal eher auf andere Regionen.  Der Südwest-Spezialist Lionel Osmin überzeugte mit einem unkomplizierten Weisswein aus Colombard, Gros Manseng und SauvBlanc "Grand Cap", einem klassischen Cahors Malbec, und vor allem dem "Mon Adour" (AOP Madiran) aus Merlot, Tannat und Cabernet Sauvignon - ein kraftvoller, üppiger komplexer Wein mit Alterungspotential, dennoch dabei auch mild und frisch; der wurde immer besser im Glas...
Aus dem Bererac wusste das Chateau Thenac vor allem mit dem Flaggschiiff des Weingutes von 2011 aus Merlot, Malbec und Cabernet zu überzeugen.

Interessantes gab es mal wieder aus Griechenland: Neben trockenen Weissen aus Santorini aus der Assyrtiko-Traube standen  Rote wie der Rapsani Epilegmenos, gekeltert aus Xinomavro, Krassato und Stavrato. Dem Weinliebhaber ohne Griechenland-Erfahrung wird schnell das grundlegende Problem offenbar - weingriechisch fängt an mit einem Rebsorten-Alphabet. Dem wir uns angesichts der hohen Qualität demnächst gern mit Reiseangeboten widmen, denn trocken ist alle Theorie. Sehr schön gelungen gefielen uns einige Weine von Tsantalis, so der "Thraki Mavroudi" 2010 aus Maronien mit Brombeer, Kirsch und Vanillenoten, und der "Methochi Chromitsa" 2010 vom Mount Athos - sehr rund mit dunklen Beeren, Pflaume, Würznoten und einem schokoladigen Abgang, der mit der Zeit sicher noch besser wird (Rebsorten: Limnio und Cabernet Sauvignon).

Bildschirmfoto-2014-09-25-um-10.47.22.jpg

Die Zeit in Berlin verging trotz 5-stündiger Veranstaltung wie im Fluge, und schon wurde die Zeit knapp, um noch ein paar Spanier zu probieren. Vertreten waren vor allem die Klassiker Tempranillo und Garnacha. Hier fiel Auge und Nase auf die Weine der Bodega Marques de Caceres aus Rioja. Die Gran Reserva 2005, nur in besten Jahrgängen aus alten Reben selektiert mit nicht zuviel Holz, eindrucksvoll; die Cuvé "MC2011 " als reiner Tempranillo sehr weich, tief aromatisch und herrlich rund mit Aromen schwarzen Berren und Vanille. Schließlich "Gaudium" 2005 mit 15% Graciano, als wahrer reifer Gaumenschmeichler. Die Bodega werden wir uns für unsere Touren ebenfalls merken!

Es wurde Zeit für ein Dessert - oder ein Armagnac als Digestif ? Oder ein Geist aus Bergerac von Pflaumen aus der Region Agen?  Zuletzt wurde es wirklich ein Dessert, mit 2 edelsüßen Weinen von Kourtakis: Zuerst ein roter "Mavrodaphne" aus Patras, ein Traum aus Rosinen- und Schoko-Noten mit einem Abgang wie von frisch gebackenen Keksen. Äusserst lecker!  Dann schließlich ein Klassiker aus Samos, der Insel der Muscat-Süssweine:  Honignoten und Muscat-Süße, balanciert von einer Frische von Zitronen- und Orangen-Aromen, dabei ein günstiger Wein, der aber auch mit 91 Punkten im Wine Spectator aufwartet. 

Fast hätten wir den letzten Zug für die Rückfahrt nicht mehr bekommen - aber der war zum Glück etwas verspätet. Und wir haben wieder viel schöne Grundlagen bekommen, für Empfehlungen und vor allem für den Stoff, aus dem die Weinreisen sind...


Impressionen zum Tasting finden sich auch auf unserer Facebook-Seite!

04.jpg

Last modified on
0

Comments

  • No comments made yet. Be the first to submit a comment

Leave your comment

Guest
Guest Saturday, 21 July 2018