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Madeira 2.0 - Portugals Inselgold in Hamburg

by in Kürzlich verkostet
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Nach der Madeira Masterclass im April war es gestern Zeit für ein paar Verkostungen bei 3 Produzenten, die unter der Flagge des Madeira Wine Institute nach Hamburg gekommen waren.

Blandys, Justino und Henriques & Henriques - die drei bedeutendsten Produzenten hatten vom trockenen Blend, Tinta Negras über süße Malvasias und Malmseys bis zu Raritäten aus den 90ern einiges aufgefahren. Nur gut, dass es nicht noch mehr waren, denn der hohe Alkohol dieser "Fortifoes Wines" und die kräftige Säure, die die hohe Restsüße kontern soll, lassen den Gaumen doch irgendwann ermüden.

So waren die Weine von Justino, dem größten Produzenten der Insel, wohl am schwierigsten zu bewerten, denn sie waren als letzte dran. Sowohl der trockene "Sia Cruz" Fine Dry Blend aus roten Rebsorten (3 Jahre alt) war sehr erfrischend mit seiner sehr guten Balance und kräftiger Säure. Die Vintage Madeiras waren mit die ältesten der Verkostung mit dem 1999 und 1996, Noten von Nüssen und Gewürzen. Beeindruckend auch die East India Old Reserve mit Kaffee und tabakaromen, Honig, Apfel und einem leicht medizinischen Abgang.

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Die Verkostung bei Henriques & Henruiques war sicher ein herausragendes Erlebnis. Sie startete mit einer Überraschung beim extra trockenen Tinta Negra "Monte Seco", dem klassischen Aperitiv-Wein. Fast Brandy-artige Aromen, die an einen Carlos I erinnern, dabei noch mehr Aromen von Lübecker Marzipan (aber das hochwertige mit dem fast bitteren hohen Mandelanteil !), dabei durch die trockene Art sehr erfrischend, ein klarer Tipp. Der 10-jährige Sercial sehr fein, dunkles Gold, Äpfel Nüsse und frische Säure. Sehr interessant auch der 1997er "Fine Rich Single Harvest", mit weicher Süße, die wahrscheinlich auch von 6 Monaten im Ex-Bourbon Fass kommt.

Desweiteren sind die Madeiras insgesamt ja sehr Geschmackssache, gerade auch in den vielen Varianten zwischen trocken und süß. Hier empfiehlt sich der Blog-Artikel aus dem April von der Madeira-Master Class für mehr Hintergrundinfo -- oder natürlich unsere Madeira-Reisen, die wir gerade vorbereiten und mithilfe der zahlreichen gewonnenen Kontakte bald anbieten werden.

Eine kleine Wissenschaft ist es schon, die größtenteils nach Rebsorten definierten Grade von trockenen bis süßen Varianten, je nachdem ob sie aus Sercial, Verdelho, Boal oder Malvasia gekeltert werden, dazu kommen noch Blends, der süße Malmsey Wein und die nach Altersstufen sortierten Vertreter.

So reichen de Farbnuancen der oft noch offen gelagerten und oxidativen Madeiras vom jungen, hellmessing schimmernden  trockenen bis hin zu rotbraunen oder kastanienfarbenen Vintage Madeira.

Blandys hatte auch etliche spannende Vertreter, wobei neben den ganzen säuregewaltigen Madeira auch Weine wie der 10 Jahre alte sehr cremige wenn auch trockene Sercial, überzeugten.

Madeira muss also genauso wenig alt sein um als gut zu gelten,  wie ein Malt Whisky oder Cognac lange reifen muss, um zu gefallen. Und meist ist es auch eine Frage des Anlasses; ob als Aperitif, zu Fois Gras oder zu Schokolade.

Da ich zudem noch erfahren durfte dass es neben den klassischen Madeiras und einfachen Rot/Weissweinen auch Rhum Agricole und Arguardente produziert werden, steht einer spannenden kulinarischen Reise auch unter den Gesichtspunkten der Abwechslung nichts mehr im Wege!

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Guest
Guest Mittwoch, 19 September 2018